artwork - Gaby Muhr

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NATURVERBUNDENE
PHILOSOPHIE

Freiheit steht bei ihr an
oberster Stelle.

Kunst ist nicht gleich Kunst.
Und Mensch ist nicht gleich Mensch.


"Ich folge immer meinem Instinkt und male nichts,
um den Geschmack anderer zu befriedigen.
Kunst ist mein purer persönlicher Ausdruck.
Ich arbeite ständig an meiner Vision."






(serie in arbeit)

Bei diesen Werken geht es der Künstlerin um Spannung und Reize. Das Weglassen bzw. die Reduktion des Gesichtes soll die eigenen Sinne und Wahrnehmungen schärfen und den Betrachter dazu einladen, seiner eigenen grandiosen Vorstellungskraft, Flügeln zu verleihen. Lassen Sie es ruhig zu. Ihr Verstand und noch besser ihr Gefühl vollenden das Werk.
Richtungen weisen das Auge und spielen mit der Balance des Bildes in sich.


Vielfalt, nicht Reduktion, ist das Anliegen der Künstlerin, obwohl sie sich in dieser Serie auf die ,unbunte’ Farbe Weiß beschränkt.
Kein Geschrei der Farben soll vom Wesentlichen ablenken.
Die Beschränkung auf eine Farbe zieht bei Muhr aber keine weiteren Beschränkungen nach sich. Weiß ist für sie Medium, keine symbolische Aussage und auch keine Metapher. Weiß steht nicht für das Ende der Malerei. Es ist keine Verweigerung der Farbe, sondern ist selbst farbig.
Die unbunte Farbe Weiß in allen ihren möglichen Schattierungen, farbigen Nuancen und lichtbedingten Veränderungen als eine Möglichkeit der Malerei in ihren Grundbegriffen zu erleben ist das zentrale Thema von Muhr, das sie immer wieder von neuem inszeniert.


Der Widerspruch in sich. Die Gegensätzlichkeiten und Phänomene unserer heutigen Kultur sind Ideengeber und Anreize für die Künstlerin, die durch ihre Gefühle und Emotionen diesen Werken Leben einhaucht.
Die Natur spielt in diesen Werken eine wesentliche Rolle. Die Künstlerin versucht die Luft, die diese Orte umgibt, einzufangen. Um damit die Aussage des Werkes zu unterstreichen.
pop art

Ihre Bilder drücken Klarheit, geballte Kraft und gleichzeitig eine Ruhe aus. Es fällt auf, dass die Künstlerin vor allem popartig stilisierte Figuren gestaltet, egal ob Mann oder Frau. Meist mit riesigen Augen und die Bildkompositionen erinnern an die surrealistische Strömung.

Die Bilderwelten der Künstlerin beinhalten einerseits den Hang zum Phantastischen und Imaginären auf wie in den Werken "Menschenbilder", andererseits entstehen z.B. in den Tierbildern genau diese surrealistischen Komponenten einer Vorstellungswelt aus dem tiefen Unbewussten, Jenseits der erfahrbaren Wirklichkeit liegenden Welt.
Eine ausgesprochen surrealistische Komposition Ihrer Werke, die gemalten Gesichter mit dem Augenausdruck strahlen immer einen Dunst von absolutem Geheimnis aus und man spürt, sie wird vom Inneren diktiert.
Gleichzeitig sind Ihre Motive, wie in „Pop Art“ häufig der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung entnommen, während die Darstellung in realistischer oder plakativer und meist überdimensionierter Abbildung erfolgt.
Die Künstlerin verfolgt hier ihre ganz persönliche Freiheit, erfrischend adaptiert und importiert ins 21 Jahrhundert.


Immer wieder kehrende Darsteller in den Werken der Künstlerin


die FRAU

"Es gibt verschiedene Arten, Bilder zu malen, die eine Geschichte erzählen. Manchmal weiß ich bereits genau, was ich "sagen" will; ich habe das fertige Bild schon im Kopf und muss nur noch an die Realisierung gehen. Manchmal entdecke ich die Geschichte aber auch während der Arbeit. Und während sich die Geschichte entfaltet, muss ich ihr folgen, Elemente hinzufügen und Anpassungen vornehmen. "

Thema ihrer Malerei ist bevorzugt die Frau mit ihren klischeehaften Eigenheiten. Sie dient der Künstlerin als Individuum in ihrer Schönheit, Eleganz und Ästhetik. Gerne greift sie Erlebtes und Erfahrungen auf,  spinnt sie in eigenen Geschichten weiter und transportiert sie in die Moderne Welt der heutigen Zeit. Sie inszeniert in ihren teils großformatigen Werken Mensch und Tier und greift das "Beobachtet sein" unserer heutigen Gesellschaft auf.
Muhr malt Frauen, die sich aus der realen Welt entfernt haben. Sie leben und agieren in neuen Räumen.  Sie leben ungezügelt ihre Leidenschaften, spielen mit Symbolen von Macht und zeigen keinerlei Interesse an bestehenden Strukturen. Sie zeigen Selbstverleugnung, Selbstentfremdung und Opfer eines Wahns, einer Gesellschaft die das Gespür für sich selbst verloren hat.

das TIER

Ihr Grundthema bleibt die Frau, die physische und psychische Macht, einem Menschen oder einem Tier gegenüber ausübt.
Die Künstlerin bringt durch die Gestalt des Tieres, zum Ausdruck das der Mensch vermeintlich glaubt, sein eigenes Wesen in den Verhaltensweisen der Tiere wiederzusehen. Das Tier gibt so, anthropomorph gesehen, in den Darstellungen der Kunst mehr Auskunft über menschliches als über sein eigenes tierisches Verhalten.
Es mag sein, daß in der Begegnung mit dem Tier der Maßstab für das nicht Auszusprechende liegt, und, daß das Tier im Schweigen eröffnet, was wir in Worten verschlossen halten. Aber bei näherem Hinsehen ist mit diesem Sprechen nichts weiter gemeint, als das Lebendige. Die Art eines Menschen, sich durch die Sprache zu äußern, seine eigenste Art! Das Tier ist stumm und der Mensch interpretiert sein Verhalten in seinem Denken und in seiner Sprache.  (Hansjörg Wagner)

der KREIS -  die KUGEL

Sowohl der Kreis als auch seine dreidimensionale Gestalt, die Kugel, kommen vielfach in den Werken vor. Der Kreis gilt als der ausgedehnte Punkt, als Symbol des in sich Gleichen, des Vollkommenen: alle Punkte der Peripherie sind vom Zentrum gleich weit entfernt. Das gilt auch von seiner dreidimensionalen Gestalt, der Kugel. Im übertragenen Sinn stellen beide das "runde Ganze", Vollständigkeit dar. Der Kreis bildet ein Innen, umgrenzt, integriert, bestimmt das Zugehörige. Er grenzt, schließt auch aus, bestimmt das nicht zu integrierende, das nicht zugehörige. (Riedel Ingrid)


die NATUR


Die Luft einfangen, die einen Ort umgibt. Feinheit ist überhaupt das, was auf verschiedenen Ebenen ein wichtiger Aspekt in den Arbeiten der Künstlerin ist. Sanfte Farben unterstützen die abwesende Stimmung, in der die zumeist jungen Frauen auf ihren Bildern abgebildet sind und in weiten Landschaften stehen, die sich von der milden Seite und/oder mit wilden Naturgewalten zeigen. In einem größeren Rahmen bestehen für sie Landschaften immer auch aus Menschen. Diese beiden arrangiert sie und lotet behutsam die Konstellationen aus. Besonders mag sie die Melancholie, die sich in ihren Bildern findet: Sie ist oft auch hell und leicht und nicht im üblicherweise düsteren Mantel der Schwermut verpackt. Sie ist nicht allein, sondern lässt auch Nachdenklichkeit und Konzentriertheit durchschimmern. Es scheint, ihre Modelle verharren in einem Augenblick der Erkenntnis, sind sich gerade der schieren Weite der Natur bewusst, deren Ausmaß nicht zu fassen ist und sie daher mit dem Wunsch, alles zu umarmen, zurücklässt. Es bleibt nur übrig, weiter ein ganz kleiner Teil in dieser end- und randlosen Welt zu sein.



 
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